Kulturhauptstadt

Chemnitz als „Kulturhauptstadt Europas“? Nein danke!

Chemnitz, Rijeka, Pilsen – die „Hauptstädte europäischer Kultur“?

Stellen Sie sich vor, ein Chinese oder Inder auf Europa-Reise steht vor Ihnen und fragt: wo sind die Höhepunkte europäischer Kultur zu finden? Was sind quasi die Kultur-Hauptstädte Europas? Sicher würden uns allen einige einfallen: Athen, Florenz, Paris, Prag, Wien, St. Petersburg, Dresden. Selbst  die größten Lokal-Patrioten würden wohl Chemnitz nicht in diese Reihe stellen. Pilsen würde Ihnen  maximal bzgl. der Trink-Kultur einfallen. Und auf die alte Industrie- und Hafenstadt Rijeka in Nord-Kroatien würden Sie keinesfalls kommen, falls Sie überhaupt schon mal von dieser gehört haben.

Die ersten vier oben genannten Städte trugen übrigens vor vielen Jahren den Titel „Kulturhauptstadt Europas“, der von der EU jeweils für ein Jahr vergeben wird. Echte Kulturstädte also. Doch seit dem Jahr 2000 darf jeder mal Kulturhauptstadt sein: Pilsen, Essen, Paphos, Cork, Košice – und in diesem Jahr Rijeka. Martin Kohlmann fuhr mal hin und guckte nach, was die Stadt zur kulturellen Perle Europas macht. Er fand heraus: Nichts. Nur die Entscheidung von EU-Bürokraten.

Martin Kohlmann besuchte die Kulturhauptstadt Europas 2020, Rijeka in Kroatien. Was die Stadt als Kulturhauptstadt qualifiziert, blieb ihm leider verborgen. Bei Chemnitz wird es ähnlich sein…

Wie begründet die EU das? Nun, bei dem Titel „Kulturhauptstadt Europas“ gehe es gar nicht (mehr) um Hochkultur, sondern um „Vielfalt“. Aha. Eine Miß-Wahl für nicht so Schöne also. Oder eine Gewichthebe-EM für weniger Kräftige.

Millionen-Beträge für fragwürdige Vielfalt

Das Ganze könnte man nun als Klamauk und Gaudi abtun, würden dafür nicht jedes Jahr dreistellige Millionen-Beträge von Steuergeldern verschleudert. Chemnitz möchte nun „Kulturhauptstadt Europas 2025“ werden und hat dafür bereits ca. 4 Millionen Euro ausgegeben. Dafür hätte man die Brücke nach Altendorf bauen UND das Freibad Erfenschlag in der Luxusvariante sanieren können. Erst im Sommer hat der Stadtrat 800.000 € nachgeschossen, einfach so. Sollte Chemnitz den Kulturhauptstadt-Titel tatsächlich bekommen, werden die Kosten 90 Millionen € betragen!

Wer dachte, Kulturhauptstadt habe mit Kultur zu tun, wird dankenswerterweise gleich aufgeklärt: Für solche „Kunst“ werden im Rahmen der Chemnitzer Bewerbung für den Titel Millionenbeträge ausgegeben.

Doch wer nun hohe Kultur in Chemnitz erwartet hat und deswegen für die Bewerbung als Kulturhauptstadt war, wird spätestens jetzt eines Schlechteren belehrt: Die „Kultur“ der „Vielfalt“, die uns erwartet, sieht anders aus. Für ein im Schloßteich versenktes Fahrzeug, eine Antifa-Ausstellung linksextremer Künstler aus Berlin mit einem symbolisch angebrannten Polizeifahrzeug und ähnliche Werke werden die Millionen verbraten.

Kaum Nutzen für die „Kulturhauptstädte“

Haben eigentlich die Städte etwas davon? Nun, es wird ihnen zunächst eingeredet. In Rijeka kam es anders: Die prognostizierten 4 Millionen Besucher blieben aus, die Stadt ist recht leer. Daran ist zwar offiziell Corona schuld, aber komisch: Die kroatischen Städte, die nicht Kulturhauptstadt sind, aber schöne Strände haben, sind gleichzeitig voller Touristen – trotz Corona. Der Durchschnittsreisende schwimmt eben lieber selbst, als ins Wasser gefallene Autos zu bestaunen.

Nur ein OB Martin Kohlmann beendet diesen Spuk

Das „einfache Volk“ wollte man übrigens nicht fragen, ob es diesen fragwürdigen Spaß will. PRO CHEMNITZ beantragte im Stadtrat mehrfach, eine Bürgerbefragung durchzuführen. Der rot-rot-grün-schwarzen Mehrheit war so viel Mitbestimmung aber nicht geheuer. Sie seien selbst legitimiert genug, um darüber zu entscheiden.

Gegenstimmen gegen die Kulturhauptstadt-Bewerbung kamen in der finalen Abstimmung nur von PRO CHEMNITZ. Daran wird deutlich: Nur ein OB Martin Kohlmann wird diesen bösen und teuren Spuk beenden. Erteilen Sie ihm dazu den Auftrag!